Wohnen und Gewerbe mitten in Hamburg

Revitalisierung und Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Güterbahnhofs Altona in Hamburg

Das Projekt auf einen Blick

square pin

Standort: Hamburg-Altona

shape square

Entwicklungsfläche: 78.000 m² BGF als Konsortialpartner

apartment

Nutzungsmix: Wohnen, Büro, Einzelhandel, Handwerk, Gastronomie, Schule, Park

home

Aktivitäten: Revitalisierung und Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Güterbahnhofs Altona, Realisierung des Wohnprojekts „6 Freunde“

books

Verkauf: Schulgelände an die Stadt Hamburg

home 3

Gesamtinvestition: rund 127,8 Mio. €

Vom Industrieareal zum vernetzten Quartier

Mit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, die das gesamte Areal rund um den Altonaer Bahnhof, den ehemaligen Güterbahnhof Altona und die Holsten-Brauerei einbezog, nahm eines der bedeutendsten Hamburger Stadtentwicklungsprojekte Fahrt auf. Nach der HafenCity war es das zweitgrößte Vorhaben dieser Art in der Hansestadt.

Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs entstand der Masterplan, zu dem auch die „Mitte Altona“ als eigenständiger Bauabschnitt gehörte. Das gesamte Entwicklungsgebiet setzte sich aus Flächen der Aurelis, der ECE sowie Teilen des Holsten-Areals zusammen.

Das Ziel bestand darin, ein lebendiges Zentrum zu schaffen, das Einzelhandel, Kleingewerbe, Gastronomie, Wohnraum, Parkflächen sowie eine Stadtteilschule, Kitas und verschiedene Quartiersplätze vereint. Auf der Grundstücksfläche der Aurelis sollten unter anderem die denkmalgeschützten Gebäude als identitätsstiftende Elemente erhalten bleiben und durch moderne Architektur ergänzt werden.

Aurelis brachte ihr gesamtes Leistungsspektrum in diese Entwicklung ein: von der Grundstücksentwicklung über die Sanierung und Weiterentwicklung bestehender Gebäude bis hin zur Realisierung von Hochbauten, der Vermietung von Gewerbe- und Einzelhandelsflächen und dem Verkauf einzelner Grundstücke und Gebäude.

Eine Besonderheit der „Mitte Altona“ war der umfassende Beteiligungs- und Informationsprozess, der in dieser Form in Hamburg einzigartig war. Durch das neue Transparenzgesetz wurde der gesamte Planungsprozess zu einem offenen, für die Öffentlichkeit einsehbaren Verfahren. Dabei setzte man auf aktive Bürgerbeteiligung innerhalb der bestehenden Planungs- und Genehmigungsschritte. Ziel war es, den gesamten Prozess für die Öffentlichkeit nachvollziehbar und zugänglich zu machen.

Die Bürgerinnen und Bürger wurden über Ideenwerkstätten, Workshops, Architekturwettbewerbe, Informationsveranstaltungen sowie Rundgänge auf breiter Basis beteiligt. Einwände und Ideen aus den Bürgerveranstaltungen wurden berücksichtigt, sodass die Stadtentwicklung gemeinsam mit den Menschen vor Ort stattfand.

Die gesamten inneren und äußeren Erschließungsarbeiten auf dem insgesamt rund 120.000 Quadratmeter großen Areal und in Teilen des Quartiersparks erfolgten durch eine Arbeitsgemeinschaft aus Aurelis, ECE und weiteren Partnern. Im ersten Bauabschnitt entstanden insgesamt rund 1.600 Wohneinheiten, ein 2,7 Hektar großer Park, vier Kindertagesstätten und eine Stadtteilschule. Aurelis war für die Entwicklung eines Teilbereichs mit einer Bruttogrundfläche von insgesamt 78.000 Quadratmetern zuständig. Hier entstanden rund 450 Wohneinheiten, die Schule sowie Einzelhandels- und Gewerbeflächen im Bereich der denkmalgeschützten Hallen.

Die Kranbauten "Sechs Freunde" - identitätsstiftendes Wohnensemble

Ein städtebauliches Highlight in der „Mitte Altona“ sind die Kranbauten „Sechs Freunde“, deren Grundstein im Jahr 2017 gelegt wurde. Das Ensemble aus sechs Einzelhäusern mit insgesamt 242 Mietwohnungen im gehobenen Standard, vier Gewerbeeinheiten sowie einer Tiefgarage mit 110 Stellplätzen entstand am südlichen Eingang des Quartiers. Charakteristisch ist die Architektur, die sich teilweise über die historischen Güterhallen legt und so Geschichte und Moderne verbindet. Der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg (aiv) sowie der Bund Deutscher Architekten (BDA), Landesverband Hamburg, haben die Kranbauten unabhängig voneinander ausgezeichnet. Der aiv kürte das Projekt zum „Bauwerk des Jahres 2019“. Der BDA wählte die Kranbauten auf den zweiten Platz beim „Architekturpreis des Jahres 2020“. Beide Jurys lobten den architektonisch anspruchsvollen Wohnungsneubau, der das Quartier „Mitte Altona“ prägt.

Das Projekt wurde von Aurelis im Rahmen eines Forward-Deals an die Aachener Grundvermögen KVG verkauft, die das Ensemble nach der Fertigstellung im Jahr 2019 übernahm. Parallel dazu stärkte Aurelis die Quartiersinfrastruktur: Mit der Ansiedlung von Edeka in den im überwiegend im Bestand erhaltenen Osthallen war die Nahversorgung für das gesamte Quartier frühzeitig sichergestellt. Im westlichen Hallenteil setzten der Künstlerbedarf Boesner und der Fitnessanbieter Kieser Training neue Impulse.

Ergänzende Nahversorgung in den Güterhallen

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Belebung des Quartiers war die Entstehung des rund 3.650 Quadratmeter großen Nahversorgungszentrums in den historischen, denkmalgeschützten Güterhallen. Der teilweise Abriss, Um- und Ausbau begann im Jahr 2016 und war im Frühjahr 2017 abgeschlossen. Edeka übernahm darin weitere Flächen. Darüber hinaus siedelten sich eine Drogerie, ein Biomarkt und ein Backshop an. Damit wurde die Versorgung der neuen Nachbarschaft weiter verbessert – ein entscheidender Baustein für ein lebendiges Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität. Das Angebot wird durch Gastronomie im Erdgeschoss des Kopfgebäudes ergänzt.

Die Querbühne als neues Zentrum

Im Jahr 2019 wurde das alte Bestandsgebäude durch den Neubau der viergeschossigen „Querbühne“ ersetzt, die die beiden denkmalgeschützten Güterhallen verbindet. Das viergeschossige Bürogebäude mit Gastronomieflächen im Erdgeschoss dient als Eingangstor zur dahinterliegenden Stadtteilschule und zum angrenzenden Park.

Auch Aurelis hat sich im Quartier verankert: Bereits 2016 zog der Regionalbereich Nord in ein eigenes Bürobestandsgebäude in der Harkortstraße 79 – ein klares Bekenntnis zum sich entwickelnden Standort. Sechs Jahre später, Ende 2022, folgte der Umzug in die Querbühne. Auf rund 1.250 Quadratmetern Bürofläche wurde für 30 Mitarbeitende ein modernes Arbeitsumfeld mit großzügigen Begegnungszonen, Einzel- und Doppelbüros sowie einer offenen, industriell geprägten Gestaltung geschaffen.

Mit diesem Schritt markierte Aurelis zugleich den Abschluss der bislang größten Quartiersentwicklung des Unternehmens in Hamburg.

Wir haben das Herz der "Mitte Altona" entwickelt und sind stolz auf das, was hier in den letzten zehn Jahren entstanden ist.
Portraitfoto von Christin Schulz, Leiterin Region Nord
Christin Schulz Leiterin der Region Nord

Klingt spannend? Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Portrait von Maksymilian Stec, Leiter Development | Region Nord

Dr. Maksymilian Stec

Leiter Development Region Nord

maksymilian.stec@aurelis.de +49 40 235138-60